Kita Sonnenkäfer

Konsultationsschwerpunkte: Vielfalt und Inklusion & alltagsintegrierte Sprachbildung

Wir über uns

Unsere Kita im Neuköllner Stadtteil Britz wechselte im Januar 2005 in die Trägerschaft von FiPP e.V. - Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis. Wir betreuen 130 Kinder mit unterschiedlichen Familiensprachen im Alter von 8 Wochen bis zum Schuleintritt. Die 30 jüngsten Kinder werden in einer offenen Abteilung  von sechs Erzieherinnen betreut. Die beiden Abteilungen mit Kindern von 2 Jahren bis zum Schuleintritt haben jeweils 48 Kinder. Sie sind in Bereiche für jüngere und für ältere Kinder untergliedert. In allen Bereichen finden die Kinder anregende Materialien zum Spielen, Experimentieren und Erkunden. Unser Garten bietet vielfältige Bewegungsmöglichkeiten sowie ein Gartenhäuschen mit einer Kinderwerkstatt. Besonders beliebt sind bei unseren Kindern unser großes Trampolin und die Wasserpumpe, an der sie mit allen Sinnen experimentieren können.


Circa die Hälfte unserer Kinder spricht zu Hause eine andere Muttersprache als Deutsch. Die meisten dieser Kinder haben erst mit Eintritt in die Kita intensiven Kontakt zur deutschen Sprache. Das Wohnumfeld bietet den Familien nur kleine Wohnungen. Etwa ein Drittel der Familien sind von Armut betroffen.
Wir bieten ein Frühstücksbuffet und frisch zubereitetes Mittagessen an. Das Küchenteam berücksichtigt religiöse und ernährungsbedingte Besonderheiten der Kinder und richtet den Speiseplan an einer abwechslungsreichen und gesunden Ernährung aus.


Unser Haus ist Montag bis Freitag von 6:00 bis 17:30 Uhr geöffnet.

Kita Sonnenkäfer

Konsultationsschwerpunkte

Vielfalt und Inklusion – Vorurteilsbewusste Bildung und Erziehung

Kinder, die frei von Diskriminierung aufwachsen, können besser lernen. Seit 2010 arbeitet unser Team nach dem Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung. Wir haben gelernt unsere Haltung gegenüber den Familien kritisch auf Vorurteile zu überprüfen. Die kontinuierliche Reflexion unserer Einstellungen gegenüber den Eltern hat dazu geführt, dass Vorurteile abgebaut werden konnten und dass sich die partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den Eltern intensivierte. In der täglichen Begegnung pflegen wir einen intensiven und individuellen Austausch mit den Eltern.  In unseren Entwicklungsgesprächen setzen wir die Methode der videogestützten Beobachtung und Dokumentation ein.  Anstelle von klassischen Elternabenden bieten wir regelmäßige Elterngesprächskreise in der Kita an und fördern damit den Austausch zwischen den Familien zu Themen, die eine hohe Bedeutung für die Bildung, Erziehung und Betreuung haben.


Unabhängig von seiner Herkunft und seinen individuellen Voraussetzungen soll jedes Kind die Chance haben, sich optimal zu entwickeln und zu bilden. Wir betrachten Vielfalt als Bereicherung und heißen jedes Kind und jede Familie in seiner/ihrer Besonderheit willkommen. Wir möchten, dass Kinder einen selbstverständlichen Umgang mit Menschen verschiedenster Herkunft und mit unterschiedlichen Besonderheiten pflegen können. 


Wir fördern bei jedem Kind den einfühlsamen ungezwungenen Umgang mit anderen Menschen und würdigen die unterschiedlichen Erfahrungshintergründe jedes einzelnen Kindes (z.B. durch die Gestaltung von Familienwänden).  Wir unterstützen die Kinder bei der Entwicklung ihrer Identität, ihres Wissens und ihres Selbstvertrauens, indem wir u.a. Spielzeug anbieten, das ihre Vielfalt widerspiegelt (z.B. Puppe mit Brille, Puppen mit verschiedenen Hautfarben). In kleinen Gesprächskreisen thematisieren wir mithilfe einer Puppe (Persona Doll) aktuelle Lebensumstände der Kinder (z.B. Scheidung, Ausgrenzungserfahrungen, etc.) und helfen ihnen bei deren Bewältigung.
Wesentlicher Anspruch unserer Arbeit mit den Kindern ist es, sie zum kritischen Nachdenken über Vorurteile anzuregen. 


Unser Angebot: Gerne tauschen wir uns mit Ihnen über unsere vorurteilsbewusste pädagogische Arbeit mit den Kindern und ihren Familien aus und zeigen Ihnen unsere Einrichtung, in der jedes Kind mit seiner Familie herzlich willkommen ist.

Alltagsintegrierte sprachliche Bildung

Seit 2013 nehmen wir am Bundesprogramm „Offensive Frühe Chancen“ teil und erhalten zusätzliche Unterstützung durch eine Patholinguistin, die als Sprachförderkraft unser Team bereichert.


Unser Team hat sich in den letzten Jahren intensiv mit Fragen der alltagsintegrierten Sprachförderung auseinandergesetzt und sich darin sensibilisiert Sprachfördermöglichkeiten im Alltag stärker wahrzunehmen und zu nutzen. Sie sehen ihre Rolle als Sprachvorbild und verwenden bewusst Modellierungstechniken wie korrektives Feedback, Umformung und Expansion.


Die gemeinsam im Team entwickelte Sprachdokumentation mittels Aufnahmegeräten sowie die anschließende gemeinsame Reflexion ist fester Bestandteil der Kitakonzeption geworden. Hierfür gibt es Terminpläne, wann Beobachtungen und die Auswertung stattfinden. Die Auswertung dient der Ermittlung des aktuellen Sprachstandes eines Kindes und der pädagogischen Planung wie es (sprachlich) gestärkt und gefördert werden kann. Parallel dazu wird das eigene sprachliche Handeln reflektiert, z.B. mit welchen sprachlichen Mitteln es gelingen kann, einen feinfühligen Dialog mit Kindern entlang von für die Kinder relevante Themen zu intensivieren.


In der Zusammenarbeit mit den Eltern bieten wir  Gesprächsrunden am Nachmittag zu den Themen "Mythen der Sprachentwicklung", „Mehrsprachigkeit“, "Was braucht es für eine "gesunde" Sprachentwicklung?" und "Sprachförderung" an. Mütter und Väter, deren Muttersprache nicht Deutsch ist, werden von uns eingeladen, Geschichten und Märchen in ihrer Muttersprache vorzulesen.


Zu Beginn des 3. Lebensjahrs bitten wir die Eltern einen Fragebogen zur Sprachentwicklung ihres Kindes auszufüllen und mit uns gemeinsam den Sprachstand ihres Kindes zu bestimmen. Wir  gehen dabei auf die Stärken der Kinder ein und beraten die Eltern in Fragen von Sprachentwicklungsverzögerungen und -störungen.

Ausgangspunkt für eine Konsultation können die folgenden Bereiche sein:

  • Entwicklung einer vertrauensvollen Beziehung zu Eltern und Familien, die unter dem Einfluss unterschiedlicher Belastungen stehen.
  • Zusammenarbeit und Vernetzung mit unterschiedlichen Professionen und Jugendhilfeträgern zur Unterstützung von Familien und ihren Kindern.
  • Der Einsatz von Verfahren zur Sprachstandsfeststellung und daraus abgeleitet die individuelle Förderung im Alltag und Selbstreflexion.
  • Praktische Erfahrungen mit dem Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung.

Welche Konsultationsangebote können genutzt werden?

  • Fachgespräch mit / ohne Kitarundgang
  • Hospitation in einzelnen Einheiten unserer Kita
  • Einblick in unsere Arbeit mit Entwicklungsordnern und der Projektdokumentation

Allgemeine Hinweise zu unserem Konsultationsangebot

Wir können Gruppen bis zu acht Personen empfangen. Unsere Kita steht Besuche nach Absprache am Donnerstagvormittag und Dienstagnachmittag offen. Im Dezember können wir keine Besuchsgruppen empfangen.

Kontakt

Kita Sonnenkäfer
Holzmindener Str.23
12347 Berlin

Web:Kita Sonnekäfer

E-Mail: kita-sonnenkaefer(at)fippev.de

Tel: 030/6061912

Ansprechpartnerinnen

Andrea Müller (Kita-Leitung)

Träger

Trägerlogo Pfefferwerk Stadtkultur gGmbH

FiPP e.V. - Fortbildungsinstitut für die pädagogische Praxis ist ein freier Träger der Kinder- und Jugendhilfe und Mitglied im Deutschen Paritätischen Wohlfahrtsverband. Unsere 600 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter orientieren sich an den jeweiligen Lebenssituationen, den Bedürfnissen und Vorstellungen der Kinder, Jugendlichen und Familien vor Ort. Auf dieser Basis entwickeln alle Einrichtungen und Projekte ein jeweils individuelles Profil.

Die Arbeit in den FiPP-Einrichtungen und Projekten verbindet langjährig ein gemeinsames Konzept und gemeinsame Leitlinien, die zusammen mit den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern erarbeitet wurden.

 

Leitlinien

Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht die Förderung der individuellen und sozialen Entwicklung von Kindern und Jugendlichen sowie deren Familien. Wir bieten ihnen einen verlässlichen Schutz- und Freiraum, nehmen sie mit ihren Anliegen ernst und sind ihnen ein verlässliches Gegenüber für Auseinandersetzung. Unsere Bildungsangebote setzen an ihren Bedürfnissen, ihren Stärken und ihren Interessen an, bei deren Umsetzung legen wir Wert auf Partizipation und demokratisches Miteinander. Wir fördern Chancengleichheit und setzen bei den unterschiedlichen familiären und sozialen Erfahrungshintergründen an.
In unseren Einrichtungen und Projekten fördern wir die Gleichstellung der Geschlechter. Grundlage unseres Erfolges ist die kulturelle und berufliche Vielfalt unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Bei der Zusammensetzung unserer Teams legen wir Wert auf ein breites Spektrum an Erfahrungen, Hintergründen und Perspektiven.

Vision
Unsere Vision ist ein lebendiges und demokratisches Gemeinwesen, in dem Menschen, Organisationen und Institutionen einander nachbarschaftlich unterstützen und in dem Kinder und Jugendliche eigene Bereiche und Mitbestimmungsmöglichkeiten haben. Ziel unserer Arbeit ist es Kindern und Jugendlichen Kompetenzen für das Leben in und die Beteiligung an einer demokratischen Gesellschaft zu vermitteln.
Dabei arbeiten wir nach folgenden Prinzipien:


Partizipation und Demokratie
Die Kinder und Jugendlichen haben in unseren Einrichtungen das Recht mitzubestimmen: beim Programm sowie bei den Regeln im Umgang miteinander. Dabei achten wir auf demokratische Prozesse und Werte. Die MitarbeiterInnen verstehen sich als BeraterInnen und UnterstützerInnen und ermutigen die Kinder und Jugendlichen, sich für ihre Interessen und Rechte einzusetzen – sowohl im Projekt als auch darüber hinaus.


Anti-Bias-Ansatz: Vorurteilsbewusst handeln
FiPP e.V. hat sich in seiner Arbeit dem Anti-Bias-Ansatz der vorurteilsbewussten Bildung und Erziehung verpflichtet. Es handelt sich hierbei um ein Konzept, das Ungleichheiten und Ungerechtigkeiten, Vorurteile und Diskriminierungen in den Blick nimmt.


FiPP e.V. versucht in seiner pädagogischen Praxis etwaige Schieflagen, die sich z.B. aufgrund einseitiger Erfahrungen entwickelt und ggf. manifestiert haben, ins Gleichgewicht zu bringen bzw. ihnen entgegenzuwirken. Wir betrachten Vielfalt als Bereicherung und heißen jedes Kind, jede/n Jugendliche/n und jede Familie in unseren  Einrichtungen in seiner/ihrer Besonderheit willkommen.


Offen und aktiv im Gemeinwesen
Die Öffnung der Einrichtungen und Projekte zum Stadtraum hin ist ein wesentliches Prinzip unserer Arbeit. Die Kinder und Jugendlichen erhalten die Möglichkeit sich den umliegenden Stadtraum durch Aktionen und Erkundungen anzueignen. Die Projekte sind offen für die Nachbarschaft und möchten Ressourcen für Menschen und Gruppen aus dem Stadtteil nutzbar machen sowie gemeinsam nach Lösungen für Probleme suchen. Wir fördern zudem freiwilliges und ehrenamtliches Engagement in unseren Einrichtungen.

Weitere Informationen finden Sie auf unserer Webseite: www.fippev.de

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Kita Kontaktformular

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